Betrugsmasche: Mann ruft Hotelgäste an, um an deren Kreditkartennummern zu gelangen   

Betrugsmasche: Mann ruft Hotelgäste an, um an deren Kreditkartennummern zu gelangen  

Der Polizei sind die Machenschaften von Kriminellen, um beispielsweise an Kreditkartendaten der Opfer zu gelangen, hinlänglich bekannt. Ein bekannter Trick dabei ist, diese zu Hause anzurufen und sich dabei als beispielsweise Enkel, alte Freunde oder auch Mitarbeiter auszugeben. Die Betrugsmasche, Gäste im Hotel abzuziehen, ist jedoch eine neue, bisher noch nicht bekannte Betrugsmasche.

In einem Hotel in Essen kam es zu betrügerischen Anrufen

In einem Hotel in Essen kam es am Montagabend, den 14. Oktober, zu mehreren betrügerischen Anrufen auf den Telefonen unterschiedlicher Hotelzimmer. Von einem unbekannten Mann wurden mehrere Hotelgäste angerufen und nach deren Kreditkartennummern gefragt. Als Mitarbeiter getarnt, gab sich diese Anrufer als Mitarbeiter der Rezeption aus und tat dies unter dem Vorwand, dass den Gäste Geld auf das Konto zurücküberwiesen werden solle.

An der Rezeption wurde kein Anruf weitergeleitet

Da den Gästen dies sehr verdächtig vorkam, fragten sie dann an der Rezeption nach. Tatsächlich hatte der Mitarbeiter dort diese Anrufe nicht getätigt und alarmierte daraufhin dann umgehend die Polizei. Zum Glück ist kein Gast geschädigt worden, wie bisherige Ermittlungen ergaben, und die Betrüger sind nicht an die Daten der Gäste gekommen.

Nicht nur Hotelgäste werden betrogen

Regelmäßig warnt die Polizei nun vor betrügerischen Anrufen. In den meisten Fällen rufen die Kriminellen ihre Opfer zu Hause an und geben sich dort dann als Enkel, alte Freunde, Mitarbeiter von dem Unternehmen Microsoft oder sogar auch als Polizeibeamter aus. Jedoch weicht die Vorgehensweise der Täter von diesen Taten ab. Die Polizei möchte deshalb explizit auch vor dieser Betrugsmasche waren.

 

Missbrauch der Rufnummer, seriöser Unternehmen für Werbeanrufe missbraucht

Missbrauch der Rufnummer, seriöser Unternehmen für Werbeanrufe missbraucht

Besonders dreist gehen einige Anrufer vor: da das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger gewonnen werden soll, werden die Rufnummern seriöser Personen oder Organisationen missbraucht.

Eine andere Rufnummer wird mit Hilfe einer speziellen Telefonanlage vorgetäuscht, die der Angerufene dann auf dem Display sehen kann.

Die Masche

Das Ziel des Anrufes ist es, einen Vertragsabschluss zu erreichen, den Angerufenen beispielsweise dazu zu überreden, an einem Gewinnspiel teilzunehmen, eine Zeitschrift zu abonnieren oder den Telefonanbieter zu wechseln. Es werden persönliche Daten seitens des Anrufers abgefragt, unter anderem auch die Kontodaten.

Dem Angerufenen wird dann gesagt, es wäre herausgefunden worden, dass seine Adresse an mehreren Gewinnspiel Firmen verkauft worden sei. Weiter wird ihm erzählt, dass er bei allen Gewinnspielen gelöscht worden wäre, außer bei einem. Damit seine Adresse gelöscht und der Vertrag gekündigt werden kann, gibt der Anrufer an, dass der Angerufene dafür ein Zeitungsabonnement abschließen muss. Dafür werden persönliche Daten und Kontodaten benötigt.

Achtung: am Telefon abgeschlossene Verträge sind gültig

Auch wenn lediglich die Zusage für die Zusendung von Informationsmaterial seitens des Angerufenen zugestimmt wurde, kann es sein, dass er eine Auftragsbestätigung im Anschluss erhält. An dieser Stelle gilt: Sofort handeln! Verträge, die am Telefon geschlossen werden, sind gültig! Fast alle am Telefon geschlossenen Verträge, sind innerhalb von einer Frist von 14 Tagen Widerrufsfähig, entweder schriftlich oder durch Rücksendung der gelieferten Sachen. Es ist nicht notwendig eine Begründung anzugeben. Der rechtzeitige Versand des Schreibens per Brief, Fax oder E-Mail ist ausreichend. Dieser muss jedoch nachgewiesen werden.

Unsere Tipps:

  • Auf lästige Werbeanrufe solltest du dich nicht einlassen. Lege sofort einfach den Hörer kommentarlos auf!
  • Notiere dir Datum, Uhrzeit und Grund des Anrufes wie Namen, Unternehmen und Rufnummer des Anrufes, wenn du unerlaubte Werbeanrufe erhältst. Die örtliche Verbraucherzentrale nimmt diese Informationen gerne entgegen.
  • Verträge, die am Telefon geschlossen werden, sind gültig! Erhältst du eine Auftragsbestätigung, obwohl du lediglich der Zusendung von Informationsmaterial zugestimmt hast, wiederrufe diese umgehend und zwar schriftlich, am besten per Einschreiben.
  • Bei geforderten Daten solltest du bei jedem Vertragsabschluss nur die Nötigsten angeben
  • Der Nutzung deiner Telefonnummer zu Werbezwecken solltest du nicht zustimmen. Solltest du dieses doch einmal tun: du kannst auch telefonisch ein einmal gegebenes Einverständnis widerrufen.

Martina Kloss
Penasch Sot 12
7078 Lenzerheide

Tel.:   +41 81 356 39 16
Mobil: +41 76 449 41 68

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