Was ist Schwarzarbeit und welche Folgen hat dies?

Was ist Schwarzarbeit und welche Folgen hat dies?

Es gibt viele verschiedene Formen zur Schwarzarbeit. Gerade im Handwerk und Baugewerbe in Deutschland ist Schwarzarbeit noch immer weit verbreitet. Dieses ist jedoch eine Straftat und kann sehr schwere Folgen haben. Bei einer Großrazzia des Zolls wurden vor Kurzem erst mehrere Schwarzarbeiter festgenommen. Ab wann ist Schwarzarbeit eigentlich Schwarzarbeit und mit welchen Folgen sind zu rechnen, wenn der Gesetzgeber jemanden entdeckt?

Was gilt als Schwarzarbeit?

Eine illegale, gewerbliche Betätigung gilt in Deutschland als Schwarzarbeit, denn dabei wird gegen das Steuer- oder Sozialversicherungsrecht verstoßen. Ebenso gehört das Vernachlässigen von Melde-, Beitrags- oder Aufzeichnungspflichten gegenüber den Behörden oder Sozialträgern dazu, ebenso wie eine fehlende Gewerbeanmeldung oder die Eintragung in die Handwerksrolle.

Schwarzarbeit erkennen Sie z.B. daran, wenn eine ordentliche Handwerkerrechnung fehlt oder auch an der Forderung nach einer Bezahlung. Wenn die zu versteuernden Löhne nicht versteuert werden und das Finanzamt keine Mitteilung darüber bekommt, liegt dies ebenfalls vor. In diesem Fall kann auch von einer Steuerhinterziehung gesprochen werden.

Neue Arbeitnehmer sind umgehend vom Selbstständigen und Arbeitgeber richtig anzumelden. Ebenso darf der Mindestlohn nicht unterschritten werden. Ausländische Mitbürger ohne gültige Arbeitsgenehmigung oder Aufenthaltstitel oder auch ungünstige Arbeitsbedingungen sind ebenso strafbar. Schon allein das aktive mitwirken ist für den Arbeitnehmer strafbar.

Melden Sie ihr Gewerbe an um Schwarzarbeit zu vermeiden

Ein ebenso wichtiger Punkt ist, sich vor den Behörden der Zollverwaltung auf Verlangen ausweisen zu können, wenn ein Mitarbeiter beispielsweise im Baugewerbe, der Forstwirtschaft oder auch im Gebäudereinigungsgewerbe tätig sind.

Dem Sozialleistungsträger ist auch zu melden, wenn jemand Sozialleistungen bezieht und zeitgleich Dienst- oder Werkleistungen erbringt und demnach zusätzliche Einkünfte hat. Macht r dies nicht gilt dies als Leistungsbetrug.

Es kann auf beiden Seiten Ärger drohen. Enthält ein Auftraggeber beispielsweise Sozialversicherungsbeiträge zurück oder wird die Schwarzarbeit vorab mit dem Dienstleister mündlich vereinbart oder Sie wissen im Vorfeld schon, dass der Unternehmer seine Arbeitskräfte schwarz beschäftigt, dann machen auch Sie sich strafbar.

Welche Folgen kann Schwarzarbeit haben?

Es wird aufgrund der Art wie auch dem Umfang darin unterschieden, ob es eine Ordnungswidrigkeit oder eine Straftat ist. Dies kann sowohl für den Dienstleister wie auch für den Auftraggeber gelten. Kommt der Verdacht der Schwarzarbeit auf, dann wird dies an die zuständige untere Verwaltungsbehörde weitergeleitet. Diese untersagt dem Beschuldigten dann die weitere Schwarzarbeit und es wird ein Bußgeldverfahren gegen diesen eingeleitet. Es kann zusätzlich zu einer Beschlagnahmung und Überprüfung von Geschäftsunterlagen kommen.

Der Umfang der Schwarzarbeit, sowie die Tatsache, ob der Beschuldigte schon einmal auffällig geworden ist wegen Schwarzarbeit bestimmt die Höhe des Bußgeldes. Es kann in sehr harten Fällen zu Freiheitsstrafen von bis zu maximal zehn Jahren kommen.

In so einem Fall besteht rechtlich gesehen keine Gewährleistungspflicht, wenn der Auftraggeber von der Schwarzarbeit wusste. Ebenso gehen Rückzahlungsansprüche verloren. Dem schwarz arbeitenden Handwerker steht kein Anspruch auf die Bezahlung seiner Leistung zu.

Martina Kloss
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