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Vorsicht vor den falschen Zwanzigern, Verbraucherzentrale Bayern warnt

Wenn Sie das Datum von Verträgen verkürzen, z. B. 1.2.20 anstelle von 1.2.2020, können Betrüger die Dokumente später leichter neu datieren

Der schwierige Prozess, sich daran zu gewöhnen, beginnt mit jedem neuen Jahr: gute Vorsätze umsetzen, Urlaubspfunde verschwenden und ein neues Jahr schreiben. Letzteres könnte jedoch ein anderes Problem darstellen: Wenn Sie das Datum für Verträge, Kündigungen und andere Dokumente kürzen - d. H. Nur den 16., 20. Januar statt den 16. Januar 2020 -, laufen Sie Gefahr, Opfer von Betrug zu werden.

Darauf weisen Polizeibehörden und Verbraucherschützer hin.

Der Grund ist, dass Kriminelle das abgekürzte Jahr von Hand oder in gedruckter Form hinzufügen könnten. Eigentlich war das Jahr 2020 gemeint, aber plötzlich kann man ein Datum aus der Vergangenheit oder der Zukunft ablesen. Wer ein teureres Produkt wie ein Möbelstück oder ein Auto gekauft und sich bereit erklärt hat, ab dem 1. Februar 20 in Raten zu zahlen, gerät plötzlich mit zwölf Monatsraten in Verzug, wenn jemand das Jahr auf 2019 wechselt.

Die jährlichen Zahlen sind auch entscheidend für Kündigungen, Widersprüche und letztendlich alles, was von Fristen abhängt: Wenn Verträge zurückdatiert werden, gelten sie als längst abgelaufen und es müssen keine Leistungen mehr erbracht werden. Betrüger kaufen mehr Zeit. Dies könnte beispielsweise bei Mietverträgen für Wohnungen oder Gewerbeimmobilien die Existenz der Betroffenen gefährden.

Immer eine Kopie des Vertrags geben lassen

Die US-Verbraucherschutzorganisation NACA hat Anfang des Monats erstmals auf mögliche Probleme hingewiesen. Daraufhin wandten sich Betroffene an deutsche Verbraucherzentren, die zusammen mit Polizeistationen reagierten und warnten. Die brandenburgische Polizei weist zum Beispiel auf das Risiko auf ihrer Facebook-Seite hin und empfiehlt: "Aus diesem Grund bitten wir Sie, bei der Unterzeichnung von Dokumenten oder Verträgen auch das ganze Jahr 2020 auszuschreiben."

Bisher wurde in diesem Land kein Betrug im falschen Jahr gemeldet. Betrug macht in der Regel rund 15 Prozent der Straftaten in Deutschland aus. Die Kriminalstatistik der Polizei für 2018 zeigt mehr als 840.000 Betrugsfälle aller Art. Es verursachte einen Schaden von rund 1,7 Milliarden Euro.

Julia Berger, Rechtsberaterin im Bayerischen Verbraucherzentrum, sagt: "Wenn jemand schummeln will, besteht immer die Gefahr, dass er den Vertrag manipuliert." Nach Ansicht von Berger sollten Verbraucher daher im Allgemeinen über eine Kopie oder eine Kopie jedes von ihnen geschlossenen Vertrags verfügen. Und es gilt auch: Wer von Anfang an Bedenken bei seinem Vertragspartner hat, sollte sein Geschäft vielleicht grundlegend überdenken.

Was ist Urkundenfälschung und welche Folgen hat dies?

Was ist Urkundenfälschung und welche Folgen hat dies?

 Eine Urkundenfälschung kann sehr vielseitig sein. Dies kann ein per Handabdruck weiter gegebener Stempel eines Nachtclubs, die gefälschte Unterschrift der Eltern bei der Entschuldigung für die Schule, das gegen des Willen des Erblassers veränderte Testament sein. Wenn man diese „Delikte“ verfolgen würde, wären es Straftaten.

Wer muss mit einer Strafverfolgung wegen Urkundenfälschung rechnen?

Die Staatsanwaltschaft ist immer dazu angehalten, eine Urkundenfälschung zu verfolgen, wenn diese publik wird. In der Juristensprache nennt man dies Legalitätsprinzip. Das bedeutet, diese sind verpflichtet, die Strafverfolgungsbehörde einzuschalten, damit diese ein Ermittlungsverfahren eröffnet, sollte der Sachverhalt strafrechtlich relevant sein.

Ob ein Türstehen wirklich die Person melden würde, die den falschen Stempel ergaunert hat, sei einmal dahingestellt. Doch in der Theorie beginnt hier schon das Thema Urkundenfälschung. Drückst du dir den Stempel einer anderen Person von dessen Hand ab, betrügst du hier vorsätzlich, denn du täuscht vor, für etwas bezahlt zu haben (den Eintritt), den du tatsächlich nicht gezahlt hast.

An den Pforten des Bildungswesen wird dieses noch deutlicher. Nehmen wir einmal an, du hast deine Doktorarbeit von einem Ghostwriter schreiben lassen, dann begehst du Urkundenfälschung. Eine Urkunde wird definiert als eine „verkörperte menschliche Gedankenerklärung, die zum Beweis im Rechtsverkehr geeignet und bestimmt ist und ihren Aussteller erkennen lässt“.  Wenn du deine wissenschaftliche Arbeit von einem fremden „Autor“ schreiben lässt und somit über die Identität täuscht, dann ist dies Urkundenfälschung.

Die strafrechtlichen Folgen

Bestraft wird Urkundenfälschung laut Gesetz mit einer Geldstrafe oder auch Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren bei einer Täuschung einer falschen Urkunde, eine echte verfälschte oder eine unechte bzw. gefälschte Urkunde. Strafbar ist bereits der Versuch, eine Urkunde zu fälschen.

Es ist in besonders schweren Fällen auch möglich, eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren zu bekommen. Dies ist dann der Fall, wenn der Täter die Urkundenfälschung gewerbsmäßig oder als Mitglied einer Bande begeht und dadurch ein Verlust von großem Vermögen führt oder durch massenhaften Urkundenmissbrauch der Rechtsverkehr gefährdet wird. Die erweiterte Freiheitsstrafe droht auch Amtsträgern, die ihre Stellung missbrauchen.

Wer Urkunden fälscht, um innerhalb einer Bande diese zu gewerblichen Zwecken zu missbrauchen, muss mit mindesten einem Jahr Freiheitsstrafe rechnen. In schlimmsten Fall mit maximal 10 Jahren. Mit sechs Monaten bis zu fünf Jahren muss in minder schweren Fällen gerechnet werden.

Eine Urkundenfälschung kann auch Betrug sein

Es muss auch damit gerechnet werden, dass wegen Betrug ermittelt wird, wenn du eine Urkunde fälscht. Dies tritt dann ein, wenn du versuchen solltest, mit diesem Dokument einen Vermögensvorteil zu bekommen, das Vermögen anderer durch diese Täuschung zu schädigen oder die Tatsachen dadurch verdreht werden.

Ein sogenannter Subventionsbetrug wäre im wirtschaftlichen Kontext denkbar. Greifst du mit einer gefälschten Urkunde staatliche Gelder ab, würde man dich deshalb auch wegen Subventionsbetrug strafrechtlich verfolgen.

Eine Bagatelle wegen gefälschter Entschuldigung wegen Fehlend in der Schule

Für Schüler gibt es Entwarnung vom Rechtsanwalt Dr. h. c. Rüdiger Deckers. Zunächst wäre zu prüfen, ob der Schüler strafmündig wäre. Dies ist erst ab dem 14. Lebensjahr der Fall. Die Staatsanwaltschaft würde im Falle einer gefälschten Unterschrift des Schülers von einer Geringfügigkeit ausgehen und daher würde das Verfahren auch eingestellt werden.

Martina Kloss
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