So shoppst du ohne Risiko mit PayPal bei Amazon und Co Teil 3

So shoppst du ohne Risiko mit PayPal bei Amazon und Co Teil 3

Teil 1 und Teil 2 sind schon veröffentlicht.

In Teil 3 geht es um Zahlungsrichtlinien

Welche Bezahlmethode ist die passende?

Es ist vielleicht nicht die bequemste Methode, per Rechnung zu bezahlen, jedoch die Sicherste. Lastschrift und Kreditkarte sind, wenn diese Methode nicht zur Auswahl steht, ebenfalls eine gute Mischung aus Komfort und Sicherheit. Jedoch setzt dies eine verschlüsselte Verbindung voraus. Mit den gängigen Zahlungsdienstleistern wie Paypal oder Amazon Pay macht du nichts falsch, wenn du deine Zugangsdaten schützen möchtest.

Was steckt hinter der Zweiten Zahlungsrichtlinie?

Das Bezahlen online wird ab September 2019 sicherer. Eine europäische Richtlinie ist der Hintergrund. Die Zwei Zahlungsdiensterichtlinie (Payment Service Directive 2, kurz PSD2) genannt, zwingen den Händler, dass der Kunde im Internet beim Bezahlen sich über zwei Faktoren identifizieren muss. Genannt wird dies starke Kundenauthentifizierung bzw. Zwei - Faktor Authentifizierung.

In drei Kategorien sind die möglichen Faktoren aufgeteilt. Aus verschiedenen Kategorien müssen zwei Faktoren kommen. Die Kategorien sind:

  • Wissen, also zum Beispiel Passwörter oder PIN;
  • Besitz, beispielsweise die Kreditkarte oder das Smartphone;
  • Inhärenz (Eigenschaft oder Verhalten), dazu gehören Fingerabdrücke oder Bewegungen.

Bei Summen von weniger als 30 € gibt es unter anderem Ausnahmen. Die neuen Regeln gelten für diese nur in eingeschränkter Form. Bis zu fünf mal hintereinander können Kunden Bezahlen, ohne sich mit zwei Faktoren identifizieren zu müssen. Überstiegen werden darf die Gesamtsumme von 100 € nicht. Wenn der Zahlungsdienstleister die Transaktion als sicher einstuft, ist dies eine weitere Ausnahme. In diesem Fall muss ebenfalls keine starke Kundenauthentifizierung stattfinden.

Künftig wird es nicht mehr ausreichen, beim Bezahlen mit Kreditkarte, die Kundendaten einzutragen. Eine Version des 3 - D-Secure-Verfahren wird von Kreditkartenunternehmen eingeführt und entspricht den Regeln der zweiten Zahlungsdiensterichtlinie. Die Händler sollten die neue Version ab April 2019 einbauen, damit alles im September 2019 ohne Komplikationen klappt.

Was darf das Bezahlen kosten?

Grundsätzlich gilt: alle Zahlungsverfahren werden noch lange nicht von jedem Online-Shop angeboten. Natürlich bemühen sich die großen Onlineshops darum, ein möglichst breites Spektrum anzubieten. Unterschiedlich hohe Gebühren fallen je nach Händler und je nach Methode an. Dies ist jedoch seit dem 13. Januar 2018 nicht mehr zulässig.

Wenn der Kunde per Kreditkarte, Überweisung oder Lastschrift bezahlt, darf der Händler keine zusätzlichen Gebühren laut der Zweiten Zahlungsrichtlinie verlangen. Der Händler darf in der Regel auch bei dem Zahlungsanbieter Paypal keine zusätzlichen Gebühren beim Bezahlen mit PayPal einfordern.

Wenn du nicht bezahlst

Hast du im Internet Ware bestellt und bezahlt diese nicht, wird der Händler versuchen, trotz allem sein Geld zu bekommen. Dazu wird zunächst eine Mahnung verschickt und eine Frist zum Bezahlen gesetzt. Wenn diese überzogen wird, darf der Händler sowohl Verzugszinsen, wie auch Mahngebühren anmahnen. Ebenso kann er einen Inkassodienstleister beauftragen.