So schützen Sie sich vor Betrug auf eBay - Kleinanzeigen

So schützen Sie sich vor Betrug auf eBay - Kleinanzeigen

Nehmen Sie sich vor Betrügern in Acht. Es sollte einiges beachtet werden, wenn Sie etwas auf eBay Kleinanzeigen kaufen oder verkaufen möchten. Vor Betrügern müssen sich Nutzer vor allem sehr in Acht nehmen.

Ein großes Angebot erwartet Sie bei eBay Kleinanzeigen und ganz gleich, ob es sich um Kinderwagen, Handy oder Fernseher handelt, mit seinen alten Sachen möchte jeder noch Geld verdienen. Es gilt jedoch einige Dinge zu beachten, wenn man dabei erfolgreich sein möchte. T-Online hat für Sie für den virtuellen Kauf und Verkauf einige Tipps zusammengestellt.

Holen Sie die Ware selbst ab und bezahlen Sie vor Ort

Wenn möglich, sollten Sie sich mit Ihrem Geschäftspartner für den Handel vor Ort treffen. Um im Nachhinein mit dem Artikel keine bösen Überraschungen zu erleben, schauen Sie sich die Ware vor Ort gut an. Der Geschäftspartner kann weder die Ware, noch das Geld ohne Gegenleistung einbehalten. Dies ist ein weiterer Vorteil daran wenn Sie sich vor Ort treffen.

Vergleichen Sie Preise

Sie können Vergleichsportale wie “ idealo.de "oder auch eBay Kleinanzeigen nutzen, um sich über die aktuelle Preislage einen guten Überblick zu verschaffen. Hohe Preise und auch Betrüger lassen sich auf diese Art und Weise vermeiden. Wenn beispielsweise jemand sein neuestes iPhone für 100 € verkaufen möchte, dann sollten Sie misstrauisch werden.

Jeder Preis ist verhandelbar

In der Regel setzen Verkäufer ihre Produkte preislich höher an, denn es wird schon einkalkuliert, dass der Käufer handeln möchte. Sie sollten auf das Kürzel VB hinter dem Preis achten, denn dieses steht für Verhandlungsbasis. Lassen Sie sich dennoch nicht vor vermeintlich fixen Preis zurückschrecken, denn oftmals ist auch hier ein kleiner preislicher Spielraum bereits einkalkuliert.

Zeugen, Quittungen und Kaufverträge

Gerade bei teuren Produkten gilt es, sich abzusichern, wenn der Handel zustande kommt. Gehen Sie zu einem angesetzten Treffen nicht alleine hin. Haben sie einen Zeugen dabei, wenn es zum Streitfall kommen sollte. Die Verbraucherzentrale Sachsen rät privaten Käufern zu einer Quittung. Setzen Sie bei teuren Waren, wie beispielsweise Autos oder auch Schrebergärten, einen Kaufvertrag auf.

Überprüfen Sie den Verkäufer

Wenn Sie möchten, dass Ihre Ware auch geliefert wird, sollten Sie gründlich den Verkäufer überprüfen. Sie können das Beitrittsdatum in seinem Profil erkundigen. Besteht der Account noch nicht lange, könnte es sich hierbei um einen Betrüger handeln, der oftmals sein Profil wechselt. Es kann sich bei den angebotenen Waren um Diebesgut handeln, wenn in dem Verkaufsprofil viele ähnliche Artikel zu finden sind.

Telefonieren ist am sichersten

Wird auf eine Kommunikation per E-Mail seitens des Käufers gedrängt, dann sollten Sie stutzig werden und dem bestehenden Kontakt vorsichtshalber abbrechen. Die beste Option ist immer zu telefonieren. Dazu rät auch eBay selbst, wenn ein Verkäufer den persönlichen Kontakt ablehnt, misstrauisch zu werden.

Verzichten Sie auf Vorkasse oder Nachnahme

Niemand sollte im Voraus bei eBay Kleinanzeigen bezahlen, denn im Ernstfall könnte dies sehr schwierig werden, das bezahlte Geld wieder zu bekommen. Ebenso sollten Sie Nachname vermeiden, denn viele Betrüger füllen die Pakete, die sie an die Käufer schicken, mit Steinen anstatt mit der Ware. In den meisten Fällen wird dies erst nach der Annahme des Paketes ersichtlich. In diesem Fall ist es sehr unwahrscheinlich, dass Sie von der Post Ihr Geld wieder bekommen werden. Öffnen Sie, wenn möglich, im Beisein des Lieferanten das Paket.

Die sicherste Variante ist die Zahlung per PayPal, denn diese bieten den sogenannten Käuferschutz an. Erhalten Sie die Ware nicht, hilft Ihnen PayPal. Ihr Geld zurückerstattet bekommen Sie teilweise auch vom Bezahldienst, unter bestimmten Umständen.

Vorsicht vor "Dreiecksbetrug"

Auf der Seite des Verkäufers gibt es einige Dinge zu beachten. Unter anderem ist eine beliebte Masche der sogenannte "Dreiecksbetrug". Ein vermeintlich interessierter Käufer wird kontaktiert und die Zahlungsdaten werden bei diesem erbeten. Zeitgleich stellt der Betrüger mit Ihrem Produkt ein neues Inserat online. Kauft eine dritte Person nun dieses Produkt, werden Ihre Zahlungsinformationen an den Interessenten weitergegeben seitens des Betrügers.

Als Folge erhalten Sie das Geld von einer dritten Person und nehmen somit an, dass dieses vom Betrüger stammt. Der Artikel wird dann an den Kriminellen gesendet. Von Ihnen kann nun seitens des Drittens eine Rückzahlung des Geldes gefordert werden. Ist die Zahlung mit PayPal erfolgt, ist dies sehr kritisch. Das Geld kann der Dritte aufgrund des Käuferschutz sehr leicht zurückbekommen. Erhalten Sie das Geld von einer dritten Person, sollten Sie misstrauisch werden, ebenso wenn Sie an eine Dritte Person Geld aus Kundensicht zahlen sollen.

Achten Sie auf "Vorschuss Betrüger"

Auf eBay Kleinanzeigen finden sich auch sogenannte "Vorschuss Betrüger”. Berichtet wurde von dem Verbrauchsportal "onlinewarnungen.de", dass der angebliche Käufer dem Verkäufer sein Interesse vorgaukelt. Die Ware soll jedoch ins Ausland gesendet werden.

Die angebliche Zahlungsbestätigung schickt der Käufer dann über den vereinbarten Kaufpreis plus Versandkosten an den Verkäufer. Die Versandkosten werden jedoch von dem Betrüger erbeten, mit einem Bargeldtransferdienst wie "MoneyGran" oder auch "Western Union" an einem Transportunternehmen zusenden, welches vom Betrüger ausgewählt worden ist und dieses vor zu schießen. Auf dem Konto wird dieser Betrag angeblich erst erscheinen, wenn das Geld eingetroffen ist. Diese Unternehmen sind jedoch nicht existent. Eine Überweisung wird seitens des Käufers auch nicht getätigt. Die Transportkosten landen dann beim Betrüger.

Achten Sie auf gefälschte Überweisungsbestätigung

Oftmals erkennen Sie eine gefälschte Bankbestätigung anhand der Grammatik - oder Rechtschreibfehlern, gibt "onlinewarnungen.de" an. Ist in Ihrem E-Mail Postfach eine angebliche Nachricht von PayPal, prüfen Sie beim Bezahldienst direkt auf der Seite nach, ob der angegebene Betrag auch tatsächlich eingegangen ist. Steht in der E-Mail von Paypal beispielsweise drin, “ das Geld erscheint erst, wenn Sie das Paket verschickt haben ", dann ist dies ein sehr sicheres Indiz dafür, dass es sich dabei um eine Fälschung handelt. Diese Funktion gibt es bei Paypal nämlich nicht.

Versenden sie nicht ins Ausland

Etwas ins Ausland zu versenden, sollten Sie generell vermeiden. Ist der Käufer bereit, für das Produkt mehr zu bezahlen als Sie eigentlich angeschlagen haben, sollten Sie stutzig werden. Oftmals werden sich zu diesen Dingen Geschichten ausgedacht wie "ich bin beruflich im Ausland und braucht das Produkt dringend".

Auf zur Polizei

Wenn Sie Opfer eines Betruges geworden sind, gehen Sie umgehend zur Polizei. Kontaktieren Sie den Kundenservice von eBay Kleinanzeigen, wenn das Inserat nicht mehr auffindbar sein sollte. Eine Kopie der Anzeige werden Ihnen diese zusenden.