Vorsicht vor Betrug mit gefälschten Job-Inseraten, Phishing Jäger sind unterwegs

Vorsicht vor Betrug mit gefälschten Job-Inseraten, Phishing Jäger sind unterwegs

Ein aktueller Fall zeigt, dass regelmäßig von Betrügern versucht wird, die Daten von Bewerbern bei Jobbörsen abzugreifen.

Kürzlich lautete in den Jobinseraten ein Angebot “Produkttester gesucht - Freie Mitarbeiter im Home Office”. Dieses Inserat findest du auf mehreren Karriere-Portalen im Internet. Es werden Personen gesucht, die als Kriterien “zuverlässig” und über eine “gute Ausdrucksweise” verfügen. Ein weiteres, wichtiges Kriterium muss der Bewerber mitbringen: “ein Bank- oder PayPal-Konto”.

Mit einem dieser Firmen kommunizierte vor kurzem ein Futurezone-Leser (Name der Redaktion bekannt). Um sein Taschengeld in den Ferien aufzubessern, interessierte er sich als Schüler für diese Tätigkeit. Von dem Unternehmen hörte er wenig später, dass es sie sehr freuen würde, ihm in seinem Team begrüßen zu dürfen. Doch bevor der Job angetreten werden konnte, war es nötig, dass er seine Adresse, Bankverbindung, Telefonnummer und Ausweiskopie angab. Das Jobinserat entlarvt er dann als Betrug, weil er an dieser Stelle stutzig wurde.

Phishing

Seinen "gesunden Menschenverstand" hatte er noch rechtzeitig eingeschaltet. Gerade bei Tätigkeiten im Internet ist dieser immer wieder gefordert. Der Versuch, an persönliche Daten mittels gefälschte E-Mails zu gelangen, nennt sich “Phishing” und ist schon seit längerem bekannt. Gerne werden diese Phishing-Mails von vermeintlichen Telekom Betreibern, Technologieunternehmen oder auch Banken verschickt. Diese Methode ist jedoch auch im Job-Bereich auf dem Vormarsch.

Es kommt immer wieder vor, dass auf Jobportalen solche betrügerischen Inserate platziert werden, meldet ein großer Jobportal Betreiber. Aufgrund der vielen Hinweise von Bewerbern werden diese jedoch in kürzester Zeit wieder offline genommen und laut der Auskunft der Portal Managerin sind diese Anteile derzeit "verschwindend gering".

Als das Unternehmen seine Daten angefordert hatte, wurde der Futurezone-Leser stutzig und dies zu Recht. Betrüger können mit dieser Fülle an Informationen etwa ein eigenes Online - Konto im Namen des Betroffenen eröffnen, und dieses dann missbräuchlich für ihre kriminellen Zwecke nutzen. Weitere Betrügereien würden damit dann in Folge durchgeführt.

Maßnahmen

Zunächst einmal solltest du das Unternehmen des Inserats im Internet suchen und überprüfen, ob diese Firma auch wirklich existent ist. Leider ist dies nicht immer hilfreich. Die Betrüger haben sich in diesem gerade genannten konkreten Fall einen Namen ausgesucht, der recht häufig bei österreichischen Unternehmen vorkommt. Es gab jedoch Indizien, die auf dieses gefälschte Angebot hingewiesen haben.

Auf eine kostenlose Mailadresse setze diese vermeintliche Firma. Diese stimmt jedoch nicht mit dem Namen der Firma überein. Angegeben ist keinerlei Telefonnummer, somit war die einzige Kontaktaufnahme lediglich per E-Mail möglich. Obwohl es sich um ein großes Unternehmen handelte, das großen Wert auf gute Deutschkenntnisse legte, waren in den Antworten viele Rechtschreib - und Grammatikfehler zu finden und auch das Geschlecht des Bewerbers wurde verwechselt. Die vermeintliche Firma wurde seitens Futurezone mit den Vorwürfen konfrontiert und es kam, wie erwartet, auch keinerlei Antwort.