Was ist Markenbetrug und seine Folgen?

Was ist Markenbetrug und seine Folgen?

Im Urlaub reiht sich in den Touristen Hochburgen Shop an Shop. Die Auslagen der Läden sind oftmals Markenklamotten, die hier um sehr vieles günstiger ist, als es im Fachgeschäft in Deutschland der Fall ist.

Oftmals sind sich die Menschen auch sehr bewusst, dass diese angebotene Waren keine Originale sein können, doch die meisten greifen dann schlussendlich doch zu. Zu Hause kann sich kaum einer eine Louis-Vuitton-Tasche, eine Bulgari-Uhr oder die angesagte Nike-Turnschuhe leisten.

Doch hat es eigentlich rechtliche Konsequenzen, wenn Sie diese Sachen kaufen?

Kaufen Sie in Deutschland ein gefälschtes Einzelstück, wird Ihnen nichts passieren. Doch wenn dies ein Händler tut, dann verhält er sich rechtswidrig und muss somit vom Hersteller mit hohen Strafen und Schadensersatzansprüchen rechnen. Kaufen Sie als Einzelperson jedoch mehrere Stücke vom gleichen Produkt, dann können Ihnen Händlerabsichten unterstellt werden und dies wird bestraft.

Dürfen Sie Plagiate aus dem Urlaub mitbringen?

Sie dürfen nur für Ihren privaten Gebrauch nachgeahmte und gefälschte Produkte über die Grenze bringen. Es kann zu Problemen kommen, wenn der Zoll aufgrund der Menge vermutet, dass Sie diese weiterverkaufen werden.

Es kann aber auch vorkommen, dass die Inhaber von Markenrechten darum bitten, dass gefälschte Ware generell abgefangen wird.

Hier wird seitens der Verbraucherzentrale NRW auf den Sprecher des Zolls verwiesen. Dadurch kann es vorkommen, dass Ihnen an der Grenze auch schon ein einzelnen gefaktes Kleidungsstück abgenommen wird.

Dürfen Sie in Deutschland mit Plagiaten rumlaufen?

Es wird in Deutschland nicht überprüft, was Sie tragen. Wenn Sie zum nächsten Stadion Besuch ein nachgemachtes T-Shirt Ihrer Lieblingsmannschaft tragen, wird man Sie nicht an der Pforte abweisen.

Was passiert, wenn Sie Fake-Sachen im Internet bestellen?

Bei diesem Fall kann es für den Käufer schwere Konsequenzen geben. Fällt das Paket beim Zoll auf, dann wird es von Seiten der Behörden aus geprüft. In den meisten Fällen wird hierbei dann auch das Einzelstück beschlagnahmt und aus dem Verkehr gezogen.

In den meisten Fällen leitet der Zoll dann auch die Daten des Empfängers an den Originalhersteller weiter. Dabei passiert es dann nicht selten, dass Post von den Anwälten der Herstellers ins Haus flattert und es gibt eine empfindliche Abmahngebühr.

Was muss prinzipiell beim Urlaubseinkauf beachtet werden?

Es ist zunächst einmal wichtig, wohin Sie reisen. Denn nur dann kann man auch sagen, ob Sie Ihr Mitbringsel aus dem Urlaub problemlos mit nach Hause nehmen können. Dabei wird grundsätzlich vom Zoll unterschieden, ob die Waren aus der Europäischen Union oder außerhalb der EU nach Deutschland eingeführt werden.

Es gibt beim Einführen aus der EU laut der Verbraucherschützer NRW weniger Einschränkungen. Über fast alle Grenzen dürfen dabei jedoch Waren des persönlichen Bedarfs eingeführt und mitgenommen erden.

Sie sollten dagegen bei Dingen außerhalb der EU nur zum persönlichen Bedarf oder Geschenke mitbringen, wenn Sie nicht am Zoll zur Kasse gebeten werden wollen.